
Malteser Hilfsdienst e.V.
Dienststelle Traunstein
30. November 2009
Bayerischer Benediktiner-Pater kämpft gegen Aids – Welt-Aids-Tag am 1. Dezember
Es war 5. Juni 1981 als der erste Bericht über das Krankheitsbild AIDS in einem amerikanischen Magazin erschien. Seit 1988 erinnert der Welt-AIDS-Tag alljährlich am 1. Dezember an die lebensbedrohliche und unheilbare Krankheit. Der bayerische Benediktiner-Pater und Missionar Gerhard Lagleder, dessen Mutter eine gebürtige Traunsteinerin ist wird damit täglich konfrontiert. Der bayerische Benediktiner-Pater betreibt im Osten Südafrikas, in Mandeni, ein Care Zentrum für Pflege und Hospiz.
![]() Pater Gerhard Lagleder (54) weiß was den Menschen in der Region Mandeni, der „AIDS-Hölle“ Afrikas hilft und was nicht. Seit mehr als 20 Jahren ist er als Mission tätig und kämpft mit 700 Mitstreitern gegen die todbringende Seuche. Besonders tragisch ist, dass immer mehr Kinder in Südafrika an AIDS erkranken. Im Care-Zentrum der Malteser-Bruderschaft, sind rund die Hälfte der Patienten Kinder. |
Besonders oft sind Kinder von der tödlichen Krankheit betroffen. In Afrika unterliegen die Männer dem traditionellen Wunsch nach vielen Kindern. Diese werden oft schon in der Schwangerschaft oder beim Stillen mit dem Virus infiziert. Wenn dann die Mutter an der Krankheit stirbt, bleibt das Kind allein. Deshalb hat Pater Gerhard ein Kinderheim für die vielen Aidswaisen gegründet. „Wir haben uns um Menschen gekümmert, um die sich sonst keiner gekümmert hat“, beschreibt Lagleder sein Engagement. Als „Meine Kinder“ beschreibt Lagleder die Waisen, die wie eine Familie für den 54-jährigen sind. Um diesen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen, plant Lagleder eine Erweiterung des Kinderheimes um eine Wohngruppe. Hier sollen die älteren Kinder wie in kleinen Familien zusammenleben.
Bereits heute umfasst die „Brotherhood of Blessed Gérard“, die eine nationale Hilfsorganisation des Malteserordens ist, zwölf Projekte. Neben dem Hospiz und dem Kinderheim sind da zum Beispiel das HIV/Aids-Aufklärungsprogramm, der Krankenfonds, die Nothilfe oder das HAART-Programm. Letzteres bedeutet ‚Hochaktive Antiretrovirale Therapie’ und ermöglicht den erkrankten Menschen das Leben mit dem Virus. „Die antiretroviralen Medikamente töten das Virus nicht, aber die Leute können noch 15, 20 Jahre bei hoher Lebensqualität weiterleben“, hofft Lagleder.
Das Problem: Die Behandlung kostet Geld. Rund 150 Euro kostet es monatlich einen Aidskranken mit Medikamenten zu versorgen und medizinisch zu betreuen. Dieses Geld organisiert die „Brotherhood of Blessed Gérard“ vornehmlich durch Spenden oder Fördermitglieder. Die Malteser im Landkreis Traunstein verbindet seit Jahren eine enge Partnerschaft mit Pater Gerhard Lagleder und den südafrikanischen Maltesern. Wer Pater Gerhard Lagleder und seine Arbeit gegen die AIDS-Pandemie in Südafrika finanziell unterstützen möchte sowie zu Aufbau und Betrieb des Hospizes in Mandeni beitragen will, kann dies durch eine Spende zugunsten der Bruderschaft des Seligen Gerhard, Konto Nr. 12021 Sparkasse Neuburg-Rain (BLZ: 721 520 70) tun. Weitere Infos über die Projekte der „Brotherhood of Blessed Gérard“ gibt es im Internet unter www.bbg.org.za. oder bei der Kreisgeschäftsstelle der Malteser in Traunstein, Tel. 0861-986600.
Diese Seite ist Teil der Medienschau der Brotherhood of Blessed Gérard
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 01-12-2009 00:03:42